Das Raclette

Was bedeutet Raclette eigentlich?

Raclette ist ein Gericht, bei dem ähnlich wie beim Fondue, geschmolzener Käse die Hauptrolle spielt. Gleichzeitig heißt auch eine bestimmte aus der Schweiz stammende Käsesorte Raclette. Der Begriff stammt aus dem Französischen und bedeutet im Walliser Dialekt ganz einfach schaben. Schon im Mittelalter aßen die Schweizer Bauern und Almhirten geschabte und am offenen Feuer oder in der Pfanne geschmolzenen Käse zu ihrem trockenen Brot. Heute ist das Raclette ein sehr beliebtes Essen für gesellige Runden und besonders an kalten Winterabenden ein Spaß für alle Beteiligten, ein Sattmacher und ein geschmackliches Highlight dazu. Es ist auch ein typisches Essen für die Weihnachts- und Silvesterfeier, eine gesellige Familienfeier oder Party. Beim Raclette lassen sich Stunden verbringen und nachdem die Vorbereitungen getroffen sind, entfällt auch das lästige Servieren, Teller auffüllen und nachfüllen. Längst kommt ein Raclette nicht mehr nur in der Schweiz, sondern auch in Frankreich, in Österreich und Deutschland öfter mal auf den Tisch. Aber auch die Nordeuropäer und Nordamerikaner zelebrieren und essen es gerne.

Was gehört alles zum Raclette?

Nun da ist erst einmal das Raclette-Gerät im Test. Heute wird, anders als früher der Raclette-Käse nicht mehr am offenen Feuer oder in einer Eisenpfanne geschmolzen. Das passiert heute meistens in einem Raclette-Ofen, der auf den Tisch gestellt wird. Er besteht aus einem Gestell mit einer beheizten Platte aus Metall oder Stein, einer unterhalb angebrachten Heizspirale und mehreren kleinen Pfännchen, in denen der Käse geschmolzen wird und in die sich die Teilnehmer am Raclette leckere kleine Häppchen ihrer Wahl mit dem Käse überbacken können. Diese Häppchen können auf der Platte gebratene oder auch rohe Fleisch-oder Fischscheibchen sein, auch Schinken, Wurst, Meeresfrüchte, Gemüse aller Art, Pilze und Mais. Manche Raclette-Liebhaber schwören auch darauf, Obst aller Art, Nüsse und sogar Schokolade sozusagen als Dessert mit Käse zu überbacken. Und auch wenn mancher es vielleicht nicht glaubt, auch das kann sehr lecker schmecken. Als Beilage zum Raclette eignen sich besonders gut Weißbrotscheibchen, Baguette, Fladenbrot, Kartoffeln, aber auch Süßkartoffeln und Reis, Couscous, Bulgur, Salate, Gurken, Tomaten, eingelegte Zwiebeln, Oliven und natürlich auch verschiedene Dips. Außerdem gehören auf jeden Fall verschiedene Gewürze und Kräuter auf die Raclette-Tafel. Der Fantasie sind bei den Zutaten kaum Grenzen gesetzt. Alles kommen in kleinen Schälchen oder Tellern auf den Tisch und jeder kann nach seinem persönlichen Geschmack zugreifen.

Welcher Käse ist besonders gut für Raclette geeignet?

Der beste und stilechte Käse für ein Raclette ist sicher der spezielle, aus dem Schweizer Wallis stammende Raclette-Käse. Es gibt ihn zum Beispiel unter den Markennamen Orsieres, Bagnes und Goms auch in deutschen Feinkostregalen. Aber auch andere Käsesorten wie zum Beispiel Tilsiter, junger Gouda, Butterkäse, Bergkäse aber auch Weichkäse wie Gorgonzola, Roquefort, Brie und Camembert sind gut geeignet. Im Prinzip gelingt ein Raclette mit jeder Käsesorte, die aromatisch und nicht zu hart ist und sich gut schmelzen lässt. Ob der Käse bei der Vorbereitung in kleinere Scheiben geschnitten wird, oder wo es möglich ist, schon geraspelt bzw. gerieben auf dem Tisch kommt, ist ebenso Geschmacksache wie die Auswahl der Käsesorte. Am besten probiert man einfach unterschiedliche Sorten aus.