Fisch ausnehmen

Sie kennen das? Eigentlich würden Sie ja doch recht gern mal wieder angeln gehen. Die ruhige Natur, das Sitzen am Wasser … . Schön, nicht? Aber was, wenn Sie dann wirklich einen Fisch gefangen haben? Den möchten Sie gerne in der Pfanne schmoren lassen und so ein wunderbares Abendessen zubereiten. Doch zuerst muss er ausgenommen werden. Und genau hier liegt das Problem. Sie wissen nicht, wie das geht. Und sie ekeln sich davor, es tun zu müssen. Nun ja, in Punkt zwei kann ich Ihnen leider nicht weiterhelfen, aber ich kann Ihnen erklären, wie man einen Fisch richtig ausnimmt. Genau das will ich hier tun. Sie können nicht viel falsch machen. Halten Sie sich einfach an das, was ich hier in meinem Text schreibe. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Fische angeln und und zubereiten.

Den richtigen Fisch ausnehmen

Wichtig ist neben dem Fisch richtig ausnehmen auch, dass sie den richtigen Fisch ausnehmen. Ich meine, dass Sie erkennen, welcher Fisch es überhaupt wert ist, ausgenommen zu werden. Natürlich sollten Sie nur frische Fische ausnehmen. Das erreichen Sie dadurch, dass Sie den Fisch entweder gleich selber angeln oder, sollten Sie den Fisch im Geschäft erwerben, sorgfältig auf seinen Zustand achten, bevor Sie ihn kaufen. Einen frischen Fisch erkennen Sie an den leuchtend roten Kiemen, den klaren Augen und einem festen Fleisch. Um dieses zu testen, sollten Sie ruhig einmal in den Fisch hineindrücken. Es sollte nach kurzer Zeit seine ursprüngliche Form zurückgewinnen. Tut es das nicht, dann haben Sie es vermutlich mit einem Fisch zu tun, der schon länger gelagert wurde. Hier sollten Sie die Finger von lassen.

Die Vorbereitung – Was Sie zum Fisch ausnehmen benötigen

Bevor Sie den Fisch ausnehmen, sollten Sie sich einige Hilfsmittel zurechtlegen. Hierzu gehören ein Küchenbrett und natürlich ein möglichst spitzes Messer. Bevorzugen Sie ein Küchenbrett aus Plastik. Dieses lässt sich leicht abwischen und stellen Sie ein kleines Gefäß für die Anfälle bereit. Mit diesen können Sie anschließend gegebenenfalls Ihrer Katze eine Freude bereiten. Ein sinnvolles Hilfsmittel ist auch ein Fischschupper. Dieser ist aber nicht unbedingt nötig. Sie können die Schuppen auch mit dem Messer entfernen. Was Sie jetzt noch brauchen können ist eine Küchenschere sowie ein Tuch, um sich nach getaner Arbwit die Finger abzuwischen.

Den Fisch ausnehmen

Und schon geht es darum, den Fisch wirklich auszunehmen. Zuerst sollten Sie die Schuppen entfernen. Von denen hat der Fisch meist jede Menge und wnn Sie diese erst nach dem Ausnehmen entfernen, ist die Gefahr groß, dass sich einzelne Schuppen im üblichen Fleisch verfangen. Waschen Sie den Fisch zuerst sorgfältig und trocknen Sie ihn danach wieder ab. Legen Sie ihn dann auf das Küchenbrett und halten Sie ihn am Schwanz fest. Nun führen Sie entweder den Fischschupper oder das Messer mit der stumpfen Seite über die Haur des Fischs. Gehen Sie dabei von hinten nach vorne vor und halten Sie das Messer in einem Winkel von etwa 90 Grad. Sollten die Schuppen sehr trocken sein, können Sie den Fisch auch unter fließendem Wasser schuppen, um Dreck zu vermeiden. Anschließend schneiden Sie mit der Küchenschere die Flossen ab. Gehen Sie hierbei vorsichtig vor. Einige Fische haben Stacheln an den Flossen, um sich gegen Feinde zu wehren. Schneiden Sie alle Flossen ab, also die Flossen am Rückrad, an den Kiemen und am Bauch, aber lassen Sie die Schwanzflosse stehen. Das ist zumindest dann wichtig, wenn Sie den Fisch im Ganzen zubereiten wollen, weil diese für einen festen Halt der übrigen Gräten sorgt.

Um den Fisch nun endlich auszunehmen, halten Sie ihn mit dem Bauch nach oben. Nehmen Sie nun das Messer und stechen es in einem flachen Winkel in das Loch hinter der Afterflosse. Fachleute nennen dieses auch Waidloch. Sie müssen jetzt das Messer zum Kiemendeckel führen. Achten Sie darauf, nicht zu weit einzustechen, da sonst die Galle verletzt werden könnte, was sich nicht gerade positiv auf den Geschmack des Fischs auswirkt. Die Gallenblase können Sie anhand ihrer hellgelben oder schwärzlich-grünlich Farbe leicht von den anderen Innereien unterscheiden. Sie ist direkt an der rötlichen Leber befestigt. Sollten Sie die Gallenblase versehentlich doch verletzen, waschen Sie den Fisch bitte sofort sorgfältig ab, damit möglichst wenig Gallenflüssigkeit in den Fisch eindringt. Anschließend durchtrennen Sie die Kehle. Nun können Sie die Bauchlappen auseinander drücken und die Innereien vorsichtig herausnehmen. Zuletzt packen Sie den Kiemenansatz leicht an und ziehen die Kiemen in Richtung des Kopfs aus dem Fisch heraus. Stücke der Niere hängen dann meist zwischen den Kiemen. Diese sitzt ursprünglich unter einem dünnen Häutchen direkt auf der Wirbelsäule des Fischs. Sie können es mit einem kleinen Löffel auskratzen.

Und schon haben Sie es geschafft. War doch gar nicht so schwer oder? Wenn Sie möchten, können Sie den Fisch jetzt noch filetieren, räuchern oder anderswo nach Lust und Laune zubereiten.

Ich wünsche Ihnen einen guten Appetit.